Madeira

Madeira ist eine portugiesische Insel und sie liegt circa 720 km vor Marokko im Atlantik.

Sie ist sehr beliebt bei Wanderern, Botanikern und nicht zuletzt bei Senioren, die den Luxus genießen, dort im milden Klima dem deutschen Winter für längere Zeit zu entfliehen.

 

Was aber bei Vielen vielleicht noch nicht so bekannt ist: Madeira ist auch ein sehr schöner Ort, um zu tauchen.

 

Diesen Sommer hat es mich für ein ganz spezielles Abenteuer hierher verschlagen. Verzaubert dazu haben mich Stefan und  Sittika von „Manta Diving Madeira“ auf der Boot-Messe in Düsseldorf:

 

Freediving mit Nik Linder!

GALO RESORT HOTEL GALOMAR

Ich habe im 3-Sterne-Hotel Galo Resort Hotel Galomar übernachtet. Es liegt direkt zusammen mit dem 4-Sterne-Hotel Galosol und verteilt sich großzügig an der Küste. Ich hatte ein sehr großes sauberes Zimmer und es hat mir an Nichts gefehlt. Es gab zwar keine Minibar im Zimmer, aber das ist nicht schlimm, mein Mineralwasser habe ich im Supermarkt direkt nebenan aus dem Kühlschrank gekauft, der viele Produkte zu fairen Preisen anbietet wie z. B. frisches Obst und Gemüse, Getränke, Eiscreme und Zeitschriften.

 

Der Vorteil beim Galomar ist der, dass es preislich günstiger liegt als das Galosol. Das Essen wird im Galosol serviert und dort durfte ich alles mitbenutzen, was geboten wurde.

 

So findet sich dort ein wunderschöner Pool, ein richtig großes, sehr gut sortiertes und sauberes Fitness-Center (und es ist wirklich ein Center, kein kleiner Trainingsraum) und ebenfalls mit angeschlossen ist ein Hallenbad mit Whirlpool; das Frühstücksbuffet hat meine Erwartungen mehr als übertroffen und ich war hellauf begeistert, vegane und vegetarische Alternativen zu finden. Hier finden übrigens auch Gäste, die an einer Lebensmittelunverträglichkeit leiden, eine große Auswahl an leckeren Speisen.

MANTA DIVING MADEIRA

 

Der Weg zum Meer und zum Tauchcenter Manta Diving Madeira führt mit einem Fahrstuhl neben dem Bistro direkt runter in den Steilhang ans Meer. Dort befindet sich auch ein weiteres Freibad und viele Liegen und Sonnenschirme für ein ausgedehntes Sonnenbad.

 

Diese Tauchbasis ist die einzige in Madeira, die an einem Unterwasser-Naturschutzpark liegt. Und nicht ohne Grund hat die Tauchzeitschrift „Tauchen“ diese Basis bereits acht Mal mit dem TauchenAward beschenkt.

 

Das Hausriff hat vier verschiedene Einstiege und geht runter auf 35 m. Egal ob Rochen, Muränen, Schwärme von Sardinen, Oktopusse, Papageienfische, Drückerfische oder Zackenbarsche: Hier ist wirklich ganz schön viel los. Die Sicht unter Wasser reicht teilweise auf über 30 m. Müll suchte ich vergebens, unter wie über Wasser. Die Insulaner pflegen Madeira und das sieht man an jeder Straßenecke.

 

Ebenfalls ein echter Treffer ist die Wassertemperatur in Madeira. Bei durchschnittlich 22 Grad ohne Sprungschichten ist man hier mit einem 5 mm Tauchanzug (ich friere aber auch wirklich selten) sehr gut bedient.

 

Ganz besonders macht diese Tauchbasis, dass sie ein weiteres Thema sehr groß schreibt: Freediving.

 

Stefan und Sittika sind mehr als engagiert, diese Sportart an wasserbegeisterte Frauen und Männer zu bringen. Unterstützt wurden sie hierbei in diesem Sommer von Nik Linder, der für diesen Sport leibt und lebt, bereits mehrere Bücher geschrieben hat und auch schon den ein- oder anderen Weltmeistertitel eingeheimst hat. Und das war auch der Grund, warum ich diesen Sommer hier her geflogen bin. 

 

Meine Erfahrung mit Freediving hat natürlich einen extra Artikel verdient, klickt Euch hier mal rein, wenn ihr interessiert seid.  

 

 

Freizeitbeschäftigungen

Madeira ist eine der vielseitigsten Inseln, die ich je besucht habe. Egal ob Wanderungen, mit oder ohne Führung, Fahrradtouren, Whalewatching, Schwimmen mit wilden Delfinen, eine Inselerkundung mit Mietwagen, eine Städtetour in die Landeshauptstadt Funchal (hier fahren täglich mehrfach Busse an und ab), eine botanische oder kulinarische Tour durch die Insel: Für wirklich jeden Geschmack ist etwas dabei.

 

Ich hatte das große Vergnügen, auf Madeira eine ganz liebe Bloggerin kennenlernen zu dürfen: Annette von www.omvej.de. Schon länger sind wir uns über Instagram bekannt und der Zufall wollte es, dass wir zur gleichen Zeit am gleichen Ort waren, allerdings mit unterschiedlichen Vorhaben.

 

Ich verbrachte 6 von meinen 9 Urlaubstagen komplett mit Freediving, Annette wiederum hatte mehr Zeit, die Insel zu erkunden und sich mehr mit Scubadiving unter Wasser aufzuhalten. Auch sie hat natürlich einen, nein mehrere Eindrücke auf ihrer Homepage verewigt, die ihr hier nachschlagen könnt:

 

http://omvej.de/?s=Madeira

 

Lasst Euch auch von ihr inspirieren und schaut, was sie für wunderbare Bilder über und unter Wasser eingefangen hat.

 

Und wem das nicht genug ist, der kann sie gleich mal auf Instagram „adden“ und ihr folgen, denn sie ist öfters unterwegs:

 

https://www.instagram.com/annette_omvej/

 

ESSEN & TRINKEN

Mein Frühstück im Hotel war schon ganz große Klasse (auch wenn man beim Freediving etwas zurückhaltender sein sollte mit schwerer Kost, was mir bei der Auswahl leider schwer gefallen ist).

 

Abends war ich dann immer auswärts und habe mich quer durch die Insel gefuttert für Euch. Hier ein paar Eindrücke:

 

Mein Fazit

Madeira ist eine ganz tolle Adresse für einen Urlaub „um die Ecke“ für Taucher und alle, die gerne aktiv sind oder einfach nur etwas Sonne tanken möchten.

 

Ganz angetan und positiv überrascht bin ich von der Unterwasserwelt: Felsen, Steine, klares Wasser und immer wieder zwischendurch sah ich tropische einheimische Fische.

 

In wenigen Tauchgängen habe ich sehr viele unterschiedliche Eindrücke gewinnen können und längst nicht alles gesehen, was ich gerne gesehen hätte. Allein im Hausriff kann man locker eine Woche mit Tauchen verbringen und muss nicht mit dem Boot hinaus fahren.

 

Die Bedingungen, hier Freediving zu erlernen, sind geradezu perfekt. Das Training findet im Schwimmbad und in der geschützten Bucht des Naturschutzparks direkt vor der Tür statt. Und deswegen findet auch nächstes Jahr wieder ein Freediving-Camp mit Nik Linder statt und wer Interesse hat, diesen Sport zu erlernen, ist hier wirklich sehr gut aufgehoben.

 

Durch Madeira ist mir klar geworden: Es lohnt sich wirklich, europäische Gewässer zu betauchen. Es muss nicht immer Ägypten oder die Ferne sein, auch wir in Europa haben wirklich schöne Ecken. Wer hier etwas Zeit unter Wasser verbringt, kann richtig tolle Begegnungen haben. Natürlich muss man sich etwas wärmer anziehen, aber es lohnt sich wirklich.

 

Auch im Geldbeutel hat sich Madeira bemerkbar gemacht, und zwar durchweg positiv. Madeira war für mich Ende Juni/Anfang Juli ein Urlaub im günstigen Preissegment. Wer früh bucht und einen günstigen Flug erwischt, macht alles richtig. Aber auch spontane Sonnenanbeter haben außerhalb der Saison richtig gute Karten.

 

10 Tage waren einfach viel zu kurz. Der nächste Aufenthalt hier wird sicherlich nicht unter 2 Wochen wegkommen, denn meine To-Do-Liste ist noch lang: Ich möchte mein Brevet „Freediver Level 1“ fertig machen, der Robbe im Hausriff "Guten Tag" sagen, im Schatten von Mantas tauchen, mit den Meeresbiologen von "Rota dos Cetaceos" Wale und Delfine anschauen, ein bisschen wandern und vielleicht auch paragliden.

 

Deswegen erklärt sich von selbst: Hier war ich nicht das letzte Mal. Ihr seid eine sehr ernstzunehmende Konkurrenz für mein heißgeliebtes Ägypten und ich freue mich auf den nächsten Besuch und Euch auf der Boot-Messe wiederzusehen!

Kontakt

Adresse:

Manta Diving (Galo Resort Hotels)

Rua Robert Baden Powell

9125 036 Canico De Baixo

Portugal

 

Telefon:

 

00351 - 291 - 93 55 88

 

E-Mail-Adresse:

 

stefan@mantadiving.com

 

Öffnungszeiten:

 

Montag bis Samstag: 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Sonntags geschlossen

 

Saison: 01.03. bis 06.01.

 

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