Rasdhoo Island Maldives

Finde die perfekte Insel

Weiße Sandstrände, türkisfarbenes Meer, strahlend blauer Himmel, ein Plätzchen im Schatten und ein eisgekühltes Kokoswässerchen aus dem Kokosschälchen: Ein perfekter Urlaubsmoment auf den Malediven. Aber wohin genau, wenn man alleine reist? In ein Resort? Auf welche Insel nur? Da gibt es ja so viele. Und sie sind teilweise so absurd teuer. Lieber in die Nähe von der Hauptinsel Malé oder besser doch nicht wegen dem Fluglärm?

 

Ich habe lange überlegt, wo ich eine Anschlusswoche nach meiner Tauchsafari verbringen könnte. Die meisten Angebote deutscher Reiseunternehmen waren mir entweder zu teuer oder ich empfand die Hotels für Alleinreisende als ungeeignet, weil in den Hotelbeschreibungen zu viel „Honeymoon“ zu sehen war. Das muss doch auch anders gehen.

Also startete ich einen Aufruf bei meinen Followern auf Instagram und fragte direkt bei Einheimischen nach, ob mir jemand eine Unterkunft empfehlen könnte. Und siehe da, es gibt sie doch, die perfekte Alternative: Gästehäuser auf Einheimischen-Inseln.

 

Wohl die meisten Bewohner der Malediven arbeiten in einem Resort (oder waren dort beschäftigt) und machen sich eine Gesetzesänderung zunutze: Sie bauen Gästehäuser, was seit ein paar Jahren auf den Malediven erlaubt ist. Und für Architektur und Stil haben sie sich natürlich bei ihren ehemaligen Arbeitgebern inspirieren lassen.

Palm Residence Rasdhoo

Ich habe mich für das „MV Palm Residence“ auf der Insel Rasdhoo entschieden. Sie liegt circa 1,5 Stunden mit dem Speedboot von Malé entfernt.

 

Abends mit dem Speedboot angekommen, holte mich Rishan vom Hafen ab, und wir liefen zusammen durch die Straßen zum Gästehaus. Sandige Wege führen durch die gesamte Insel, deswegen wird das Gepäck auf Schubkarren zum Gästehaus befördert, damit die Kofferrollen sandfrei bleiben. Straßenlaternen und Asphalt sucht man hier vergeblich. Licht schenken nur der Mond, eine Taschenlampe oder Lichterketten an Reklameschildern der Gästehäuser. Das schärft die Sinne. Fledermäuse fliegen piepsend über unsere Köpfe hinweg, und ein leiser Wind weht durch die raschelnden Kokospalmen. Spannend.

 

Noch mehr wohl gefühlt habe ich mich, als ich das Gästehaus betrat: Nach meiner gekühlten Kokosnuss und einem erfrischenden gekühlten Handtuch (wie im Flugzeug, nur besser) gab es nur noch eines, was ich dachte: Alles richtig gemacht! Und weil Bilder mehr überzeugen als Worte, hier ein paar Impressionen:

Auf der Insel leben circa 1.000 Einwohner, davon 600 Kinder. Und wenn man nun denkt, hier wäre es laut, der irrt gewaltig. Lediglich die Moschee ruft fünf Mal am Tag zum Gebet, und auf den beiden Hauptstraßen der Insel ist es hell und etwas „lauter“. Hier reihen sich viele Geschäfte: Zwei Supermärkte, zwei Tauchbasen, viele Souvenirgeschäfte, kleine Bars und eine Straße weiter das Restaurant „Lemon Drop“, wo wir schon beim nächsten wichtigen Punkt sind:

Essen & Trinken

In meinem Gästehaus-Package habe ich Frühstück gebucht, die anderen Mahlzeiten habe ich im „Lemon Drop“ zu mir genommen. Der Besitzer Hamid Mohamed hat sich ebenfalls von seiner früheren Tätigkeit in einem Resort zu der Architektur des Restaurants inspirieren lassen:

Im Lemon Drop gibt es eine kleine überschaubare Speisekarte mit günstigen Gerichten: Fisch, Fleisch oder vegetarisch: Jeder wird hier fündig, und wer wie ich über eine Woche dort isst, wird auch mal von den Köchen aus Sri Lanka vegetarisch überrascht. Für ein Abendessen mit allen Getränken habe ich nie mehr als 8 Dollar bezahlt.

 

Für die gute Qualität der Speisen spricht, dass die Einheimischen hier essen, und selbst die Crew meiner Tauchsafari kam auf einen Snack und einen Kaffee am Abend vorbei. Alkohol wird übrigens nicht serviert. Das Leben außerhalb der Resorts ist auf den Malediven streng muslimisch, und selbst die Einfuhr von Alkohol ist nicht gestattet. Wer zwischendurch Hunger hat, kann sich günstig im Supermarkt versorgen. Kekse, Obst, Gemüse, gekühlte Getränke, Eis. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt (ein Mineralwasser kostet hier keine 20 Cent).

Freizeitbeschäftigungen

Rasdhoo hat einen öffentlichen Strand, „Bikini Beach“, an dem man sich in Badebekleidung aufhalten kann. Die Gästehäuser versorgen ihre Gäste mit ausreichend Handtüchern für den Strandausflug, Gästehäuser mit direkter Strandlage bieten auch Liegen an, idealerweise kann man sich auch eine Strandmatte mitnehmen oder in einem Souvenirshop kaufen.

 

Getaucht bin ich mit Atollscuba (www.atollscuba.com), die leider mittlerweile die Insel gewechselt haben und auf Dhiffushi im Nord Malé Atoll ansässig geworden sind. Auf Rasdhoo selbst gibt es noch eine andere Tauchbasis, Rasdhoo Atoll Divers. Ich selbst war aber Atollscuba vor Ort treu und nur mit dem Inhaber Shaff und seinem Mitarbeiter Yantee unter Wasser gewesen.

 

Es werden noch jede Menge Ausflüge angeboten, z. B. Schnorcheln, Fischen bei Tag und Nacht, ein Tagesausflug zu „Picknick Island“ oder ins Resort nach Kuramati etc. Im Palm Residence liegt hierzu auf jedem Zimmer eine kleine Broschüre bereit, und die Mitarbeiter machen alles möglich.

Mein Fazit

Ich habe mich auf Rasdhoo pudelwohl gefühlt. Mein Zimmer im Gästehaus Palm Residence war sauber, neu, hochwertig, ich habe wunderbar geschlafen, und ich habe mich so wohl gefühlt wie in einem Resort, aber nicht mal 50% des Preises bezahlt, wie ich es für ein Resort hätte bezahlen müssen. Mein Frühstück war frisch und reichlich. Ich wurde mit Getränken versorgt, hatte immer alles, was ich brauchte.

 

Die Insel insgesamt ist klein und übersichtlich, sauber, und jeder Mensch, der mir begegnet ist, war authentisch, freundlich und keineswegs aufdringlich. Auf der Insel waren kaum Touristen zu sehen. Zur Höchstzeit sah ich acht andere Touristen im Restaurant „Lemon Drop“, tagsüber am Strand waren wir maximal fünf. Somit hatte man auch keine überlaufenen Strände. Wer also die Ruhe und Entspannung sucht, ist hier genau richtig.

 

Rasdhoo hat mich unter wie über Wasser sehr glücklich gemacht und auch Leute mit kleinerem Budget haben durchaus die Möglichkeit, kostengünstig auf den Malediven Urlaub zu machen. Gerade, wer vielleicht zuvor eine Tauchsafari gemacht hat und noch ein paar Tage entspannen möchte, der Geldbeutel aber nicht mehr für einen Resort-Aufenthalt reicht, dem kann ich Gästehäuser wie das Palm Residence wärmstens empfehlen.

Kontakt

Gästehaus:Palm Residence

Phone: +960 9727576

bookings@mvpalmresidence.com

www.mvpalmresidence.com

 

Divecenter: Atoll Scuba

Name des Inhabers: Shaff

www.atollscuba.com

Fotos